ÄNDERN SIE UNSERE UNTERNEHMENSKULTUR AUF KNOPFDRUCK – JETZT!

Die Veränderung und Entwicklung der Unternehmenskultur im Unternehmen war lange Zeit nicht im Fokus von Entscheidern. Doch das Blatt wendet sich. Eine Krise jagt die nächste und in Zeiten von Fachkräftemangel rücken genau diese Themen wieder in den Vordergrund. Mittlerweile steht der Wunsch nach einer Veränderung der Unternehmenskultur auf Platz 1 der Transformationsprojekte meiner KundInnen. Natürlich am besten sofort und nachhaltig.

Ein typisches Beispiel aus meiner Praxis:

Ein Unternehmen, dass ich bereits länger beratend begleite, war lange Zeit sehr erfolgreich. Typischer Mittelstand, ca. 150 MitarbeiterInnen, tätig in einer Branche, die als krisenfest galt. Doch die Zeiten änderten sich. Aufgrund der aktuellen politischen Lage stiegen die Energie- und Rohstoffkosten und das Unternehmen geriet unter einen Druck, den es bisher nicht kannte. Hinzu kommt der Fachkräftemangel, der sich schon lange abzeichnete, nun immer deutlicher wird.

Die Branche und das Unternehmen konnten bisher damit punkten, dass sie für die Mitarbeiter*innen sichere Arbeitsplätze bot. Doch nicht nur äußeren Rahmenbedingungen änderten sich. Auch die sich verändernden Forderungen auf dem „Arbeitnehmermarkt“ führen schlussendlich dazu, dass ein „sicherer Arbeitsplatz“ nicht mehr als Anreiz genügt.

Wie war das Unternehmen bisher aufgestellt? 
Klare hierarchische Strukturen, klare Entscheidungswege – faktisch jedoch geschäftsführungszentriert. Die Gefahr für den „Entscheidungsflaschenhals“ mit (zu) langen Wegen und wenig Flexibilität war groß. Teams bzw. Mitarbeiter*innen hatten wenig Selbstverantwortung und auch das Thema Digitalisierung wurde vernachlässigt.

(Kleine Frage am Rande: Erkennen Sie auch Ihr Unternehmen wieder? Geschäftsführung und Führungskräfte antworten hier häufig: nein; Mitarbeiter*innen mit einem verhaltenen Lächeln:  ja )

Der Wind der Veränderung wehte immer stärker und die Wechselwilligkeit der jüngeren Generation stellt traditionelle Mittelständler, wie mein Kunde es ist, vor große Herausforderungen. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die eine schnelle Marktanpassung und ein effizient handelndes Unternehmen erfordern, tun ihr Übriges. 

DAS DILEMMA: UNTERNEHMENSKULTUR FUNKTIONIERT NICHT AUF KNOPFDRUCK

Fakt ist, dass gerade junge Mitarbeiter*innen in einer anderen Art von Unternehmen tätig sein möchten. Sichere Arbeitsplätze sind kein ausschließliches Argument mehr für die jüngste Generation. Wie schon in unserem letzten Blog Beitrag „Ready for Future“ angedeutet, kann der Wertewandel zu einem drohenden Graben zwischen Jung und Etabliert im Unternehmen führen.

Es gilt also, eine Unternehmenskultur zu schaffen, die beide Anforderungen gleichermaßen berücksichtig. Damit der sogenannte cultural fit funktioniert, ist eine moderne, zeitgemäße Unternehmenskultur mit mehr Entscheidungsfreiheit und Selbstverantwortung bei den Führungskräften und den Teams wichtig. Das sichert den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens, durch die produktive Arbeitsbeziehung zwischen Fachkräften und Arbeitgeber. Es zahlt insbesondere auf das Konto Mitarbeiterbindung und Recruitment ein.

Es wird deutlich: Die „Veränderung der Unternehmenskultur“ wird zum zentralen Thema, um mit diesen neuen Herausforderungen besser zurecht zu kommt.

UNTERNEHMENSKULTUR VERSTEHEN: WIE ÄNDERT MAN EINE UNTERNEHMENSKULTUR UND VOR ALLEN DINGEN, WAS IST DAS ÜBERHAUPT?

Die Unternehmenskultur ist der erste und wichtigste Ansatzpunkt, um den oben beschriebenen Wertwandel im Unternehmen erfolgreich zu berücksichtigen. Die Kernfrage ist: Sind Sie als Unternehmen so gut entwickelt, dass Mitarbeiter*innen gerne zu Ihnen kommen möchten bzw. bei Ihnen bleiben möchten?

Dafür steht ein „Unternehmens-Mindset“ der Offenheit, Toleranz, Flexibilität insbesondere im Hinblick auf Arbeitszeitmodelle und hybride Arbeitsplätze. Auch zielgerichtet die Zusammenarbeit zwischen „Jung“ und „Alt“ zu fördern, es zu ermöglichen, dass beide Gruppen voreinander lernen können, ist ein weiterer Schlüssel zum Erfolg. Wenn das Unternehmen mit seiner Kultur diese Haltung ausstrahlt, sind die ersten Schritte schon gegangen.

Wie Sie die Unternehmenskultur erfolgreich entwickeln können, erfahren Sie in meiner Seminarreihe „Ready for future“ oder in einer individuellen Beratung für Sie und Ihr Unternehmen.

EBENE 2: MODERNE PERSONALENTWICKLUNG EINSETZEN UND LEBEN

Die Unternehmenskultur bezeichnet alle vorherrschenden Werte, Normen und Einstellungen, die Entscheidungen, Handlungen und Verhaltensweisen innerhalb eines Unternehmens bestimmen. Sie beeinflusst, wie ein Unternehmen funktioniert, wie Strukturen aufgebaut werden und wie die Mitglieder der Organisation untereinander kommunizieren und zusammenarbeiten.

Die Unternehmenskultur besteht also aus über die Jahre angeeignetem Verhalten, ungeschriebenen Regeln, Einstellungen und Umgangsformen. Diese beeinflussen den Unternehmensalltag zum Teil bewusst, zum größten Teil jedoch unbewusst.

Edgar Schein hat das Seerosenmodell hierfür entwickelt. Es visualisiert sehr anschaulich den sichtbaren und unsichtbaren Teil der Unternehmenskultur.

EBENE 3: STARKEN TEAMS EINEN RAHMEN UND FREIRAUM GEBEN

Und natürlich ist es besonders wichtig, auch auf Abteilungs- bzw. Teamebene Bedingungen zu schaffen, die sowohl Sie als Unternehmen, als auch die Mitarbeiter*innen motivieren und unterstützen. Neben angepassten Abläufen an hybride Arbeitsstrukturen helfen Ihnen geeignete Teamentwicklungsmaßnahme dabei.

Die Stimmung in Teams trägt entscheidend zum Erfolg bei. Wer unzufrieden ist, kann nicht seine volle Leistung zeigen. Teams sollten daher einen gemeinsamen Zweck verfolgen und jedes einzelne Teammitglied sollte sich seiner Rolle dafür bewusst sein.  Eine effektive Methode hierfür ist die Erarbeitung eines Team Canvas. Sie unterstützt die Teams darin, ihren eigenen Zweck, also ihren eigenen „purpose“ (d.h. wofür gibt es uns?) zu finden und zielorientiert zu agieren. Wie setzt man sie ein? In einem Workshop werden auf Teamebene angeleitet zu verschiedenen Handlungsfeldern Verabredungen getroffen, die der besseren Rollenklärung und Zusammenhalt im Team dienen.

Die Methode ermöglicht eine werteorientierte Teamkultur. Somit schließt sich hier der Kreis zur Entwicklung einer werteorientierten Unternehmenskultur.

Was bedeutet die oben gezeigte Grafik nun für Unternehmen? 

Manche Dinge sind sichtbar, zeigen sich an der Oberfläche, bspw. die „übliche“ Kleidung der Führungskräfte / Mitarbeiter*innen, das Duzen oder Siezen, das Unternehmensgebäude (Einzelbüros oder kommunikative Räume) etc. Diese Artefakte sind teilweise entschieden, teilweise gewachsen im Lauf der Jahre.

Dann gibt es Dinge, die nicht auf den ersten Blick erkennbar sind und erst im Unternehmensalltag deutlich werden. Manche davon befinden sich sogar so tief unter der Oberfläche, dass sie erst bei näherem Hinschauen – mit viel Glück – deutlich werden.

Das Modell zeigt also:
Apelle an die Belegschaft und/oder an die Führungskräfte wirken nicht auf eine Veränderung der Unternehmenskultur!

Oder auch der Versuch, durch veränderte Strukturen oder veränderte Entscheidungswege, Einfluss auf die Unternehmenskultur zu nehmen, scheitert: Die handelnden Personen umgehen zum Teil mit einer großen Kreativität diese „angeordneten“ neuen Wege.

Eine Unternehmenskultur lässt sich weder „auf Knopfdruck“, noch innerhalb kurzer Zeit top down ändern!

UNTERNEHMENSKULTUR VERÄNDERN: DIE MITARBEITERBEFRAGUNG ALS ERSTER SCHRITT

Eine Mitarbeiterbefragung, die die Unternehmenskultur im Fokus hat, ist ein idealer Beginn. Hier gilt es zu überprüfen, wie Mitarbeiter*innen und Führungskräfte ihr Unternehmen erleben und nicht, was in den „Hochglanzbroschüren“ für ein Bild des Unternehmens nach außen dargestellt wird.

Folgende Themengebiete geben dabei ein klares Ergebnis-Bild

  • Führung und Zusammenarbeit,
  • Kommunikations- und Informationswegen,
  • Entscheidungsverhalten,
  • Geschäftsprozesse und zur Organisationsstruktur
  • erlebte (!) Personalentwicklung

Sie ermöglichen es dem Unternehmen, die erlebte Realität abzubilden. In nachfolgenden Workshops, die die Ergebnisse hinterfragen bzw. vertiefen, zeigt sich häufig das „Problem von seiner besten Seite“, d.h. hier findet man die Ansätze, um wirksame Veränderungen herbeizuführen und ein gemeinsames Zielbild der Veränderung zu entwickeln.

3 TIPPS, DIE SIE SOFORT UMSETZEN KÖNNEN

Wir haben Ihnen gezeigt, dass sich eine Unternehmenskultur nicht auf Knopfdruck ändern lässt. Und trotzdem müssen sie nicht erst ein großes Projekt initiieren oder auf die Ergebnisse Ihrer Mitarbeiterbefragung warten.

Hier die 3 wichtigsten Tipps, mit denen Sie sofort loslegen können:

  • Setzen Sie bei der Personengruppe mit dem größtmöglichen Einfluss – den Führungskräften – an: Unterstützen Sie sie zeitgemäß zu führen!
  • Fokussieren Sie auf ganz wenige Themen – nicht „Viel hilft viel“, sondern „wenig, aber zielgerichtet und konsequent“ ist hier der Zauberspruch.
  • Seien Sie geduldig – die Kultur Ihres Unternehmens hat lange Zeit gebraucht, um genauso zu werden, wie sie heute ist.

Sie kennen die Theorie, aber Ihnen fehlt trotzdem die Initialzündung?

Wir von erfolgsfaktor personal unterstützen Sie gerne. Schreiben Sie uns eine kurze Nachricht und wir besprechen, wie wir auch Ihre Unternehmenskultur fit für die Zukunft machen.